Die Klage des Marquis von Marne

G. K. Chesterton, Michael Schwarzmaier (Spr.), Hanswilhelm Haefs (Übers.)

aus der Reihe "Father Brown - Das Original" (41)

Über den Marquis von Marne kursieren die verrücktesten Gerüchte, seit er sich in sein Anwesen zurückgezogen hat und keine Besuche mehr empfängt. Als er sein Vermögen der Kirche vermachen will, ruft dies zahlreiche Neider auf den Plan ...

»Eigenartig«, sagte seine Frau traurig, »daß wir in ein Gewitter geraten sind mit keinem anderen Haus in der Nähe als ausgerechnet diesem.«

Etwas in ihrer Stimme ließ den jungen Mann, der zugleich feinfühlig und verständnisvoll war, verstummen, aber nichts dergleichen entmutigte den Mann aus Toronto.

»Was ist denn damit los?« fragte er. »Sieht eher wie eine Ruine aus.«

»Das dort«, sagte der General trocken, »gehört dem Marquis von Marne.«

»Oha!« sagte Sir John Cockspur. »Von diesem Vogel hab’ ich schon so ziemlich alles gehört; und ein reichlich komischer Vogel außerdem. Hab’ im vorigen Jahr im ›Comet‹ aus ihm das Geheimnis einer Titelstory gemacht: ›Der Adelsherr, den Niemand Kennt.‹ «

»Ja, ich habe auch von ihm gehört«, sagte der junge Mallow mit leiser Stimme. »Es scheint alle möglichen unheimlichen Geschichten darüber zu geben, warum er sich so versteckt. Ich habe sogar gehört, daß er eine Maske trägt, weil er Lepra hat. Und jemand anderes hat mir ganz ernsthaft erzählt, daß auf der Familie ein Fluch liege; ein Kind sei mit einer schrecklichen Mißbildung geboren worden, und man halte es in einem dunklen Zimmer.«

»Der Marquis von Marne hat drei Köpfe«, bemerkte Romaine sehr feierlich. »Alle dreihundert Jahre einmal schmückt ein dreiköpfiger Edelmann den Familienstammbaum. Kein menschliches Wesen wagt es, sich dem verfluchten Haus zu nahen, mit Ausnahme einer schweigenden Prozession von Hutmachern, die entsandt wurde, eine abnorme Anzahl von Hüten heranzuschaffen. Aber« – und seine Stimme nahm eine jener dunklen und schrecklichen Tönungen an, die im Theater solche Schauer zu verursachen vermögen – »meine Freunde, diese Hüte sind nicht von menschlicher Gestalt.«

Hörprobe (7:54)
"Die Klage des Marquis von Marne"
aus der Reihe "Father Brown - Das Original"
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enthalten auf den Audio-CDs des Hörbuchs:

Father Browns Geheimnis

10 Father Brown Krimis
  • Father Browns Geheimnis
  • Der Spiegel des Richters
  • Der Mann mit zwei Bärten
  • Das Lied vom Fliegenden Fisch
  • Die Schauspielerin und das Alibi
  • Das Verschwinden von Vaudrey
  • Das schlimmste Verbrechen der Welt
  • Der Rote Mond von Meru
  • Die Klage des Marquis von Marne
  • Flambeaus Geheimnis
2016, cc-live
8 CDs, ca. 470 Min.

lieferbar

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Credits

Gilbert Keith Chesterton (1874 - 1936) war englischer Schriftsteller, Journalist und Essayist, der sich in seinen Schriften mit modernen Philosophien auseinandersetzte und für ideelle Werte eintrat. Unter seinen hundert Büchern sind die bekanntesten "Die Geschichten von Father Brown" (1911 bis 1935).

Michael Schwarzmaier ist in Film und Fernsehen, Theater und Radio sehr präsent und überall da zu Hause, wo Rollen von einem vielseitigen, komödiantischen Charakterschauspieler zu gestalten sind. Als Synchronsprecher lieh er seine sympathische Stimme u.a. Thomas W. Gabrielsson als Leon in der preisgekrönten ZDF-Fernsehserie "Protectors - Auf Leben und Tod".

Hanswilhelm Haefs studierte in Bonn, Zagreb und Madrid. Er war lange Herausgeber des "Fischer Weltalmanachs" und lebte als freier Publizist und Übersetzer in Belgien.

 

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